Mit vereinten Kräften entsteht eine Stadt (aus LEGO)

Die Lego-Tage der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn in Günsberg erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Es herrscht emsiges Treiben im reformierten Kirchgemeindehaus. Während auf zwölf Metern Länge bereits grosse Teile der Lego-Stadt fertig sind, wird auf anderen Tischen gebaut. Flinke Kinderhände suchen raschelnd nach passenden Teilen und setzen sie zusammen – zu Fahrzeugen, einem Strandhotel, der Kirche, dem Bahnhof.

120 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren haben sich für die Legotage vom Freitag und Samstag angemeldet. «Zäme boue – zäme ghöre» hat die reformierte Kirchgemeinde Solothurn organisiert, gemeinsam mit dem Bibellesebund, der die überwältigende Menge an Legosteinen, sowie fachkundige Unterstützung und Rahmenprogramm anbietet. «Lego hat etwas zutiefst Menschliches», betont Pfarrer Samuel Stucki.

Es mache Spass, gemeinsam zu bauen und etwas zu erreichen. Die Kinder seien mit grosser Begeisterung dabei, «und das ganz ohne Bildschirm oder WLAN», schmunzelt der Pfarrer. Zudem sei die Lego-Begeisterung in allen Altersgruppen vertreten und es sei deshalb auch kein Problem gewesen, die rund dreissig Helferinnen und Helfer zu finden.

In den Baupausen werden die Kinder verpflegt, hören Geschichten aus der Bibel und singen zusammen. Stucki hat die Lego-Stadt, die auf zwei Jahre hinaus ausgebucht ist, nun bereits zum dritten Mal nach Günsberg holen können. Er freut sich: «Jugendliche, die früher mitgebaut haben, engagieren sich mittlerweile als Helfer oder gestalten den Abschlussgottesdienst mit.» Dieser Familiengottesdienst fand am Sonntag inmitten der Lego-Anlage statt, verbunden mit einer Stadtbesichtigung, Risottoessen und natürlich auch mit dem Abbau der Stadt, der – ebenso wie der Aufbau – zum Projekt dazugehört.

 

az Solothurner Zeitung, 28.11.2016

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