Kleine Kleinstadt

Seit Dienstag ist der Bibellesebund mit seinem Projekt «Lego-Stadt» im Pfarreizentrum der katholischen Kirche. Das Gebaute wird heute Nachmittag ausgestellt.
Quelle: Tagblatt

Wie Sand am Meer liegen 350 Kilo Lego auf dem Boden verteilt – 75 Kinder bauen derzeit im Pfarreizentrum der katholischen Kirche ein Dorf und eine Stadt aus den kleinen Teilen. Die «Lego Stadt» ist ein Projekt des Bibellesebunds, das es seit dem Jahr 2003 gibt. Marc Lendenmann ist vor Ort als Vertreter. «Nebst dem Bauen werden den Kindern passende Geschichten aus der Bibel vorgelesen», sagt er. Nach Weinfelden wurde das Projekt von der evangelisch-methodischen Kirche Weinfelden und von der Frauengemeinschaft der katholischen Kirche geholt. «Wir haben das Projekt für vier Tage gebucht, weil wir den Kindern etwas Attraktives anbieten wollten», sagt Karin Stäheli-Giger, eine der Veranstalterinnen. Mitmachen konnten Kinder ab dem Kindergarten bis zur 6. Klasse. Dafür mussten sie sich anmelden, die Anzahl an Plätzen war begrenzt. «Es kamen sehr viele Anmeldungen, einigen mussten wir absagen», sagt Stäheli-Giger.

Seit Dienstag wird fleissig an dem Lego Dorf und der Lego Stadt gebaut. Um 9 Uhr fängt der Tag an. Erst wird gesungen, dann wird den Kindern aus der Bibel vorgelesen. Schliesslich gibt es eine kleine Pause mit Znüni, bevor es ans Bauen geht. Die Kinder sind in zwei Gruppen verteilt: die Kindergärtler bauen ein Dorf, die Primarschüler eine Stadt.

 

Einweihung der Lego-Kreationen

«Das Dorf kann frei gebaut werden, für die Stadt gibt es einen Plan.» Die Kinder könnten aber auch jederzeit eigene Ideen einbringen. Bis heute Mittag haben sie Zeit, um ihre kleine Bauwerke fertigzustellen. Ab 13.15 Uhr gibt es eine öffentliche Einweihung, bei der alles ausgestellt ist. Morgen muss alles wieder abgebaut sein, denn das Projekt zieht weiter. «Wir sind bis Ende 2019 ausgebucht», sagt Lendenmann.

 

Isabella Gomez, Tagblatt, 06.01.2018

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