90 Kinder bauen eine riesige Legostadt

Eine mehrere Meter lange Stadt aus hunderttausenden von Legosteinen: 90 Kinder sind eine Woche lang kreativ und zeigen am Sonntag, was sie geschaffen haben.

Quelle: Limmatwelle

Im Kirchgemeindehaus stehen Kisten an Kisten, allesamt gefüllt mit mehreren hunderttausend farbigen Legosteinen. Noch ist es ruhig im Saal, denn die Teilnehmer der Kolibri-Tage sind eben erst angekommen.

In der reformierten Kirche hören sie gespannt zu, wie Marc Lendenmann sie auf eine Reise an den See Genezareth mitnimmt. Vor rund zweitausend Jahren, als Jesus Petrus und seine Fischerkollegen aufforderte, mitten am Tag nochmals fischen zu gehen.

«Was für ein Auftrag ... mitten am Tag? Wo sie doch die ganze Nacht nichts gefangen haben», sagt Lendenmann theatralisch zu den Kindern. Die Geschichte endete damit, dass die Fischer den Fang ihres Lebens machen. Am Schluss gibt er ihnen den Auftrag, eine Detektivaufgabe zu lösen und während der Kleingruppe herauszufinden, ob Petrus verheiratet war oder nicht.

 

Freiwillig für eine tolle Ferienwoche

Marc Lendenmann arbeitet beim Bibellesebund. Seit 15 Jahren sind Mitarbeiter der Non-Profit-Organisation jährlich 80 bis 90 Tage unterwegs, um zusammen mit örtlichen Organisatoren Städte aus Legos zu bauen. Diese Woche im Rahmen der Ferienwoche Kolibri in Zusammenarbeit mit den Reformierten Kirchgemeinden Wettingen und Würenlos.

Zusammen mit zwei Dutzend Freiwilligen leiten Irina Rindlisbacher und Michael Schatzmann diese Ferienwoche für Kindergärtler bis 5.- Klässler. Für den Sozialdiakon und Jugendarbeiter ist der Anlass ein Highlight: «Ich erlebe hier, wie Kinder, Leiter und am Schluss auch die Eltern Freude haben.»

Nachdem die Kinder vier Tage lang an der Legostadt gebaut, biblische Geschichten gehört und zusammen gespielt, gesungen gegessen haben, präsentieren sie ihr Werk nämlich nach dem Familiengottesdienst am Sonntag ihren Eltern und Interessierten.

 

Bibel erlebbar machen

Nach der Vernissage werden die Häuser wieder abgebaut, die Legos fein säuberlich in Kisten verpackt und im Anhänger von Marc Lendenmann an den nächsten Auftragsort gebracht. «Unser Ziel ist, die Bibel erlebbar zu machen», so Lendenmann.

In Zeiten, wo alles variabel sei, seien Glaube und Bibel etwas, was seit Jahrtausenden überlebe und funktioniere. Das will er den Kindern zeigen, ohne sie zu manipulieren. «Es ist ein Angebot, die Kinder sollen aber selber nachsehen, was wirklich steht.»

 

Melanie Bär, Limmatwelle, 19.04.2018

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