Druckstube im Viva

Christoph Froschauer war ab 1515 in Zürich als Drucker tätig. Diesen Samstag lädt er Besucher in seine Druckstube im Viva ein.

Wenn wir heute von der «Presse» sprechen und selbstverständlich die Zeitung meinen, ist den wenigsten klar, dass die Bezeichnung «Presse» von der Druckpresse stammt. Auch dass die Redewendung «ein Buch aufschlagen» tatsächlich mit Schlägen zu tun hat, ist in Vergessenheit geraten. Die altehrwürdigen Bücher mit dickem Papier und Deckblättern aus Holz wurden von währschaften Beschlägen zusammengehalten, die sich tatsächlich nur nach einem zünftigen Schlag öffnen liessen. Dies und noch viel mehr, kann man dieses Wochenende im Viva erfahren.

Die Jugendarbeit der Evangelischen Kirchgemeinde lädt Jung und Alt ein, auf den Spuren der Reformation zu wandeln, die ohne Buchdruck einen schweren Stand gehabt hätte. Kostete 1450 eine Bibel noch so viel wie ein Stadthaus aus Stein, so konnte sich 1726 ein Zimmermannsgeselle schon für einen Monatslohn eine solche leisten.

In der Druckerstube im Viva richtet ein Buchdrucker aus dem Jahr 1520 seine Druckerpresse ein. Dabei wandern seine Gedanken immer wieder zu spannenden Zusammenhängen und biblischen Parallelen.

 

Frauenfelder Woche, 30.08.2017

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