Der Gründer brach aus einer Tradition aus

Am 2. Juni feiert der weltweite Bibellesebund sein 150-jähriges Bestehen. 1867 mit einem Kindergottesdienst gestartet, entwickelte sich ein Werk, das mittlerweile in ungefähr 130 Länder ansässig ist. Der Gründer stiess damit eine Tradition über den Haufen.

Quelle: Jesus.ch

Als der Engländer Josiah Spiers anno 1867 Kindern begann von Jesus zu erzählen, lief dies entgegen jeglicher Tradition, schreibt der Schweizer Zweig des internationalen Bibellesebundes, der im englischen «Scripture Union» genannt wird. Damals wurde davon ausgegangen, dass Kinder noch nicht in der Lage wären, einen Entscheid für Christus zu treffen.

Spiers jedoch wollte nicht, dass die Kinder vom Glauben ausgeschlossen werden. Bald wuchs die Bewegung und zwölf Jahre später wurde der erste Bibelleseplan publiziert – eine Hilfe, die den Leser beim täglichen Bibellesen unterstützt.

 

In der Schweiz bald 100

Schon zehn Jahre später existierten diese Lesepläne in 28 Sprachen. Heute erscheinen die Zeitschriften des Bundes in 60 Sprachen, das Werk ist inzwischen in rund 130 Ländern vor Ort, in der Schweiz fiel der Startschuss im Jahr 1925; ein weiteres, rundes Jubiläum wartet somit in der Schweiz in wenigen Jahren.

In zwei Gruppenhäusern lädt der Bibellesebund zu verschiedenen Camps, einerseits im bündnerischen Arosa sowie nach Locarno-Monti.

 

Internationaler Bund will 2,35 Millionen sammeln

«Die eigenständigen nationalen Bibellesebund-Organisationen vereint ein gemeinsames Ziel: Sie alle wollen Menschen dazu ermutigen, Gott täglich durch das Lesen der Bibel und das Gebet zu begegnen», schreibt der Bibellesebund Schweiz nun in einer Pressemitteilung.

«Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen, lanciert die 'Scripture Union Global' eine spezielle Jubiläums-Spendenkampagne.» Weltweit sollen 2'350'000 Dollar gesammelt werden, um neue Projekte zu starten. Die Kampagne startet nun am 2. Juni, das Geld wird laut der Organisation in Gebieten eingesetzt, in denen die geistliche und soziale Not am Grössten ist.

 

Daniel Gerber, Livenet, 01.06.2017

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